Mittwoch, 8. April 2020

2. Ergänzung: Maske mit Gummiband nähen

Wer die Maske nur zum Einkaufen benutzt, dem ist das Getüddel mit den Bändern vielleicht ein bißchen zu umständlich. Daher habe ich noch eine Abwandlung mit Gummibändern entwickelt, die sogar zum Waschen herausgenommen werden können.

Die Vorbereitung der Maske* mit Gummiband ist identisch mit der Variante mit Schrägband
Zusätzlich benötigst du etwa 60 cm Gummiband, das möglichst dünn und weich sein sollte, z. B. Hutgummi. Zum Einfassen der Seiten brauchst du 2 x 10,5 cm Schrägband, 18-20 mm breit. 

Das Schrägband längs falten und die Enden leicht nach außen biegen.


Dann wird das Schrägband von der Mitte nach außen hin an die Maske gesteckt. Dabei die Maske leicht in die vorher gefaltete Rundung legen. Darauf achten, dass die Hilfsnaht zum Fixieren der Falten unter dem Schrägband verschwindet.


Die kurzen Kanten des Schrägbands um die Kante der Maske herum einschlagen. Dabei von der Vorderseite zur Rückseite hin arbeiten. Die Enden schön nach innen friemeln und mit einer quer gesteckten Stecknadel sichern. 


Der Anfang unter der Nähmaschine kann schwierig sein. Ich fange einen knappen Zentimeter von der Kante entfernt an zu nähen und benutze dann den Rückwärtsgang. Das Nähen mit dem Zick-zack-Stich kaschiert kleine Ungenauigkeiten. 
Wer eine Maschine hat, bei der der Zick-zack-Stich nicht rückwärts näht, kann es mit einer Hebamme versuchen, also einen gefalteten Stoffrest hinter die Maske legen, der etwa genau so dick ist wie die Maske. Oder im Zweifelsfall nochmal aus der anderen Richtung drüber nähen.
Die andere Seite genauso arbeiten. 

Jetzt wird das Gummiband eingezogen, das geht am besten mit einer sehr großen Nadel. 



 Jetzt müssen die Gummibänder nur noch individuell angepasst und verknotet werden.

Wer sich traut, lässt die Gummis bei der Wäsche (60° C oder mehr) einfach drin und ersetzt sie im Zweifelsfall. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt sie vor der Wäsche raus.

Und trotzdem: Hände waschen nicht vergessen!

*Kein Produkt im Sinne des Medizinproduktegesetzes!

Donnerstag, 2. April 2020

Ergänzung: Maske mit Einschub


Leider ist mir zu Ohren gekommen, dass die Joghurtdeckel, die ich in meine Masken* eingearbeitet habe, zum Teil bei der Wäsche gebrochen sind. Also habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich die Masken* mit einem kleinen Einschub versehen kann, sodass ein gefalteter Joghurtdeckel, Pfeifenputzer oder Draht vor der Wäsche einfach entfernt werden kann.
Das Schnittmuster ist das gleiche wie in meiner ursprünglichen Anleitung. Am Futterstfoff wird der oberste Knips an einer Seite so eingeschnitten, dass er 1 cm tief ist.


Dann den Futterstoff zwei Mal schräg falten, stecken und feststeppen.


Danach geht es schon weiter mit der ursprünglichen Anleitung, nur wird der Joghurtdeckel nicht eingenäht. 
Beim Einfassen mit dem Schrägband darauf achten, dass die Öffnung ausreichend groß bleibt.



Dann kann der Joghurtdeckel (oder was auch immer) zum Tragen eingeschoben und zum Waschen wieder entfernt werden...
 

Als Nächstes plane ich noch eine Ergänzung, um die Masken auch mit Gummibändern zu nähen. Die ersten Prototypen sind schon fertig!

* mit Maske ist hier kein Produkt im Sinne des Medizinproduktegesetzes gemeint.

Neue Shirts für den Frühling


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Zwischen lauter Berichten, die irgendwie mit Corona zu tun haben gibt es mal wieder Neues an der Schnittmusterfront: das lillesol women No.53 Shirt mit Knopfleiste ist da. Der Schnitt kann mit drei verschiedenen Ärmellängen mit und ohne Bündchen an Ärmeln und Saum genäht werden. Die Knöpfe können auch fest angenäht werden, also ohne Knopflöcher, da das Shirt aus elastischen Stoffen genäht wird. Ich habe Jersey-Druckknöpfe angebracht.

Da ich schon öfter mit dem Vorgängermodell, dem 'Knopfshirt', geliebäugelt habe, war ich gleich begeistert von dem Schnitt. Eigentlich hatte ich ganz anderen Stoff im Sinn, aber ich werde regelmäßig schwach, wenn ich so einen quietschigen Digitalprint sehe. Ich konnte gar nicht anders, der musste es einfach sein. Das Panel hat für die Version mit dem halbem Arm gereicht.


Für die Knopfleiste habe ich aus dem oberen Bereich des Panels einen Streifen geschnitten. Um den Farbverlauf auf beiden Seiten der Knopfleiste ähnlich zu haben, habe ich den Streifen an der hinteren Mitte zusammengesetzt.

Und weil in meinem Kleiderschrank eher noch ein Langarmshirt gefehlt hat, habe ich auf dem Stoffmarkt dann noch diesen schönen Streifenstoff erstanden. Für diese Version habe ich die Knopfleiste um 3 cm gekürzt. 





À-pro-pos Knopfleiste: Ich habe in folgender Reihenfolge gearbeitet: 
  1. Streifen um den gesamten Halsausschnitt geklammert, dabei um die Schulternähte und das Rückenteil gut gedehnt
  2. am unteren Ende der Knopfleiste die Nahtzugabe mit Trickmarker auf den Streifen gezeichnet
  3. die ersten 3 cm mit der Nähmaschine genäht, jeweils unten angefangen
  4. dann mit der Overlock den Streifen angenäht
  5. erst dann schräg die Ecken eingeschnitten
  6. gewendet, gut zurecht gezuppelt, ich entscheide an dieser Stelle immer spontan: je nachdem wie es besser aussieht lege ich die eine oder andere Seite der Knopfleiste nach oben
  7. das Dreieick auf dem Streifen fixiert


Und ich bin tatsächlich ein bischen stolz darauf, dass die Streifen so gut aufeinander treffen.





Der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens zur Verfügung gestellt. Der Digitalprint-Jersey ist von Stenzo, gekauft bei Herbert Textil, der Streifenstoff ist von Qju Tie, gekauft auf dem Stoffmarkt.